Lukas und Simon

 

Auf der Suche nach einem, aus unserer Sicht, sinnvollen und unterstützungswerten,

lokalen Charity-Projekt sind wir auf die Reportage „Das Märchen von der Inklusion“

gestoßen.

 

Einen Link zur Reportage finden Sie auf der Kontakt- und Link Seite.

 

Besonders aufgefallen sind uns Lukas und dessen Bruder Simon, die wir sehr

sympathisch fanden und deren Geschichte uns ansprach. Wir haben deshalb

Kontakt zur Mutter der beiden aufgenommen, um zu besprechen, ob und wie wir beiden helfen können.

Lukas und Simon (Time-Stamp in der Reportage 00:38:21)

 

Lukas und Simon sind Zwillinge und 18 Jahre alt. Dadurch, dass sie zu früh geboren wurden, sind sie unterschiedlich im Leben beeinträchtigt. Beide haben keine Schulabschlüsse, wodurch sie in ihrer Berufswahl stark eingeschränkt sind. Das System gibt in Deutschland mehr oder weniger vor, dass Kinder, nachdem sie eine Förderschule oder ähnliches besucht haben, in eine Werkstatt für Behinderte wechseln und eben nicht auf den freien Arbeitsmarkt kommen.

Während sich Lukas sogar auf dem Rad fortbewegen kann, ist Simon auf einen Rollstuhl angewiesen.

Dennoch sind die beiden fröhliche junge Erwachsene, die auf laute Musik stehen. Konzertbesuche sind für sie ein tolles Erlebnis, vor allem für Lukas.

Lukas (Time-Stamp in der Reportage 00:09:20)

 

Er mag besonders gerne deutsche Musik. Texte, die er versteht und zu denen er auch mitsingen kann.

Lukas hat ein Faible für Helene Fischer, was nun auch auf seinen Bruder Simon

übergegangen ist.

Wenn er die Möglichkeit hat, tanzt er gerne und zeigt sich als richtige Partymaus.

Da Lukas aber nur wenig junge Leute um sich hat, die mobil sind, ist es schwierig für ihn abends zum Tanzen wegzugehen.

Auch anderen Aktivitäten, wie gleichaltrige Menschen sie tun, kann er kaum

nachgehen, da er, abgesehen von seiner Familie, nicht genügend Menschen in

seinem Umfeld hat, die ihn mitnehmen können.

Lukas sehnlichster Berufswunsch ist der Beruf des Lokomotivführers, da er aber keinen Schulabschluss hat, scheint dieser Weg fast unerreichbar für ihn zu sein.

Lukas weitere Interessen haben alle mit der Bahn zu tun, er spielt viel am PC und hat

einen Eisenbahnsimulator, sowie einen Cobra 11-Simulator.

TV Serien wie „Grip“ oder jegliche Autoserien findet er auch total toll.

Wie in der Dokumentation zu sehen ist, verdient Lukas im Monat 67€, indem er

Polizeiautos reinigt. Durch die geringe Bezahlung kann er sich selbst nichts Leisten

und ist auf die Hilfe seiner Eltern angewiesen.

Zuerst haben wir überlegt, Lukas beim Sparen für einen Führerschein zu

unterstützen. Nach einigen Recherchen haben wir aber herausgefunden, dass es

hierfür noch andere Wege gibt und unsere Unterstützung nicht zwingend erforderlich

ist.

Simon

 

Simon ist sehr genügsam. Wenn man ihn das erste Mal sieht, erscheint es so, als

würde er gar nichts von den Gesprächen um ihn herum mitbekommen.

Später merkt man allerdings, dass dies ein Trugschluss ist und er jedes Wort

mitbekommen hat.

Simon liebt alles was vibriert, angefangen bei seiner Lieblingsmusik, die aufgedreht

wird, bis die Gläser in der Vitrine anfangen zu vibrieren bis hin zu seinem Brumm-Wecker, den er unter seinem Bettbezug hat und der ihn durch Vibration weckt. Simon ist ein richtiger Frischluftfanatiker, vor allem als Kind hat er Fahnen und alles was weht geliebt.

Bis zum Sommer ist Simon noch in der Werkstufe einer Schule. Ab September geht er dann in eine Werkstatt (für Behinderte).

 

Die Eltern der beiden, sind und waren auch früher viel mit den Kindern unterwegs, um sie therapeutisch zu unterstützen.

Was Simon u. a. fehlt ist ein Vorbau mit Motorantrieb für seinen Rollstuhl.

Dadurch hätte er die Möglichkeit, sich draußen weiter weg zu bewegen und auch mit Lukas weitere Strecken zu fahren.

Momentan fährt er mit einer Art Dreirad, das aber für längere Strecken ungeeignet ist.

Die Krankenkasse hat vor allem für Simon schon viel Geld ausgegeben und

genehmigt. Es fehlen aber immer einige Dinge, die von der Krankenkasse nicht übernommen werden, aber trotzdem für die Unabhängigkeit der Kinder Sinn macht.

Was können wir tun?

 

Die Unterstützung der beiden ist uns sehr wichtig, weshalb wir dieses Projekt starten.

Wir würden gerne bei der Umsetzung der oben beschriebenen Dinge helfen, wissen

aber selbst nicht, wo wir anfangen sollen und wie wir all die Ideen, Kleinigkeiten und

Ziele umsetzen können.

Wir haben daher beschlossen auf diesem Weg Geld für die Zukunft der beiden zu

sammeln (je mehr desto besser). Lukas und Simon bzw. deren Eltern können dann

selbst entscheiden, wofür sie das durch uns gesammelte Geld verwenden werden.

Aus unserer Sicht wissen sie am besten, wo Geld fehlt und wofür es am sinnvollsten

eingesetzt wird.