Kinder Jemens in Not e. V.

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Die Lage im Jemen

 

Seit März 2015 herrscht im Jemen Krieg.

Verschiedene Milizen kämpfen um die Vorherrschaft an Land. Eine Koalition unter Führung von Saudi-Arabien und unterstützt von den USA bombardiert das Land aus der Luft. Dabei wird auch die Infrastruktur wie Häfen, Flughäfen, Straßen und Brücken zerstört, jüngst auch der letzte noch zugängliche Hafen Hudaydah blockiert. Die Menschen sind dem Krieg vielerorts schutzlos ausgeliefert, große Teile des Landes von der Außenwelt abgeschottet. Da der Krieg alle Strukturen zerstört, Jobs vernichtet und Felder verwüstet hat, sind die meisten Familien extrem verarmt, auch Beamte und Lehrer bekommen meist kein Gehalt mehr.

 

Mehr als 18 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Insbesondere die Kinder leiden darunter.

Seit Anfang des Krieges sind fast 5.000 Kinder an den Folgen des Krieges gestorben, weniger durch direkte Verletzungen als vor allem durch Unterernährung, aber auch durch Krankheiten wie die Cholera.

Wie Kinder Jemens e. V. hilft

 

Sie unterstützen jemenitische Kinder vor allem mit Lebensmitteln und Medikamenten und arbeiten dazu ausschließlich mit einheimischen Partnern zusammen.

Zurzeit arbeitet der Verein mit drei jemenitischen Mitarbeiterinnen zusammen, die beiden Ärztinnen Dr. Aswaq Muharram und Dr. Asmahan Ali sowie eine Vertreterin des Vereins Seham Al-Saeedi.

Sie sind in vier Städten für den Verein aktiv, in Sanaa, Hudaydah, Ibb und Taiz.

 

In Sanaa und Taiz wird Kindern geholfen, die auf der Straße arbeiten müssen, um ihre Familien zu unterstützen. Sie ermöglichen den Kindern, wieder zur Schule zu gehen, indem sie den Familien eine monatliche Grundversorgung mit Lebensmitteln gewährleisten.

 

In Hudaydah hilft der Verein Kindern, die an akuter Unterernährung leiden, mit Lebensmitteln und Medikamenten.

Die Kinder bekommen zunächst eine Notnahrung aus mit Nährstoffen angereichertem Milchpulver, damit sie dann normale Nahrung zu sich nehmen können. Oft benötigen auch die Mütter der Kinder Hilfe gegen Unterernährung.

 

In ländlichen Gebieten der Provinz Ibb versorgt der Verein an drei Krankenhäusern Kinder mit Medikamenten gegen die Cholera.